Wiederherstellung
Die plastische Wiederherstellungschirurgie zählt zu den wichtigsten und „dankbarsten“ Gebieten der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie. Wo zum Beispiel nach Operationen, Verletzungen und Unfällen äußere oder innen liegende Defekte verbleiben, können das natürliche Aussehen und die natürliche Funktion der betroffenen Bereiche wiederhergestellt werden. Darauf ist der Mund-Kiefer-Gesichtschirurg spezialisiert. Mit hoch entwickelten mikrochirurgischen Operationstechniken kann er zerstörtes oder deformiertes Knochengewebe genauso rekonstruieren wie die Weichgewebe des Gesichts und Kopfs. Fehlendes Gewebe kann dabei meist mit Transplantaten aus anderen Bereichen des Körpers ersetzt werden. In der Entwicklung solcher Verfahren zählt die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie zu den führenden Fächern. Speziell bei der Rekonstruktion von Knochengewebe kann so immer häufiger auf den Einsatz von Fremdmaterialien verzichtet werden.
Bei der spektakulären Transplantation von Gesichtsweichteilen eines Fremdspenders hat der französische Mund-Kiefer-Gesichtschirurg Prof. Bernard Devauchelle grundsätzlich die in der Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie gebräuchlichen Techniken des freien Gewebetransfers mit mikrochirurgischen Methoden verwendet. Bei Fremdspenden ist jedoch eine lebenslange medikamentöse Unterdrückung des Immunsystems zur Vermeidung von Abstoßungsreaktionen erforderlich.

Aktuelle Neuerung der Röntgentechnik zur Diagnostik im Kopfbereich: Die digitale Volumentomographie (DVT), die hoch aufgelöste dreidimensionale Abbildungen liefert und eine wesentlich niedrigere Strahlenbelastung als üblicherweise verwendete Computertomographie (CT) aufweist.